Unsere Chronik

Am 11.Oktober 1925 machte der Sieberaner Rudolf Engelke in einer Reichsbannerversammlung den Vorschlag, im Ort eine Blaskapelle zu gründen. Er organisierte Theateraufführungen, von deren Erlös die ersten beiden Trompeten und eine Klarinette gekauft wurden.

In einer Köte nutzten die drei Gründungsmitglieder - alle Waldarbeiter - ihre Mittagspause, um Noten zu lernen und die ersten Lieder zu spielen.

Mehr und mehr Musikkameraden meldeten sich zur Teilnahme, sodass am 11.August 1926 das erste Konzert gegeben werden konnte. Von da an unterstützte der Reichsbanner die Kapelle, und weitere Instrumente wurden angeschafft. Die Weiterentwicklung des kleinen Orchesters wurde durch die Nazi-Zeit gebremst, und nur durch die Tarnung als "Feuerwehrkapelle" konnte die Auflösung des Vereins verhindert werden.

1945 waren es wieder die Veteranen, die einen neuen Anfang schafften. Unter dem Namen "Heimatklänge" begann die Kapelle unter schwierigsten Verhältnissen wieder mit den Proben. Instrumente mussten aus den Kriegstrümmern ausgegraben werden oder die Amis hatten sie mitgenommen. Mit dem neuen Dirigenten Otto-Kurt Münter, den man mit einem Posten als Geschäftführer des hiesigen Konsums nach Sieber gelockt hatte, begann ein neuer Aufschwung im Verein. Am 29, Juli 1956 fand dann das erste "Nachkriegskonzert" statt, und von Erlösen weiterer Auftritte konnten 1958 die ersten Uniform-Jacken angeschafft werden.

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